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10.03.2012

Die Ministerin antwortet nicht

Das Hessische Kultusministerium schweigt – und das löst beim Sportkreis Frankfurt Kopfschütteln aus. "Mit unseren 160.000 Mitgliedern sind wir die größte Gesellschaftsorganisation und Personenvereinigung in Frankfurt", sagt Sportkreis- Vorsitzender Roland Frischkorn. "Da wundert es schon, dass unsere wiederholte Anfrage keiner Antwort gewürdigt wird."

Hintergrund sind die Mittelkürzungen des Ministeriums für das "Programm zur Förderung der Zusammenarbeit von Schulen und Sportvereinen" des Hessischen Kultusministeriums (HKM) im vergangenen Jahr. Von den 425 Frankfurter Sportvereinen wird das Programm intensiv genutzt, die Zahl der Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen nimmt Jahr für Jahr zu. Ganz offensichtlich nehmen die Frankfurter Vereine ihre soziale und gesellschaftliche Verantwortung ernst: Auf die gravierenden Veränderungen in der Schullandschaft – unter anderem durch Einführung der Ganztagsschule – reagieren sie mit gezielten Sport und Bewegungsangeboten.

Die Mittelkürzungen führen jedoch dazu, dass der finanzielle Eigenanteil der Vereine für die Umsetzung der Angebote deutlich steigt. Für viele ist das auf Dauer nicht zu stemmen, sodass die Fortführung in Frage steht. Zudem hat auch das derzeitige Verfahren der Mittelvergabe zu Unmut geführt, denn die Vereine müssen ohne finanzielle Planungssicherheit in Vorlage gehen und tragen dementsprechend das finanzielle Risiko.

In einer gemeinsamen Sitzung mit Vertretern der betroffenen Sportvereine und des Staatlichen Schulamtes im September 2011 stimmten die Vereine der Kürzung mit erheblichen Bedenken zu – unter der Prämisse, dass Form und Inhalt des Programms für 2012 grundlegend reformiert würden. Andernfalls sah man die Gefahr, dass die Sportangebote 2012 eingestellt werden müssten. Der Sportkreis bat Kultusministerin Dorothea Henzler um ein Gespräch, um gemeinsame Lösungsansätze zu finden. "Auf unsere wiederholte Bitte haben wir jedoch bis heute keine Antwort erhalten", erklärt Roland Frischkorn jetzt. Der Sportkreis-Vorsitzende hat dafür kein Verständnis, denn schließlich fordere Kultusministerin Dorothea Henzler doch die hessischen Sportvereine ausdrücklich dazu auf, aktiv auf die Schulen zuzugehen und sich an Ganztagsangeboten zu beteiligen (so auch in der "Sport in Hessen" 08/2011).

"Wenn Politik glaubwürdig sein will, muss sie ihre Verlautbarungen in der Praxis mit Leben füllen", sagt Frischkorn. "Beim Ausbau der Angebote durch Sportvereine im Rahmen des Ganztags sollte nicht nach dem ‚Windhund-Prinzip' verfahren werden, denn das würde heißen: Den Letzten beißen die Hunde. Stattdessen ist eine systematische Herangehensweise nötig. Wenn jedoch die Implementierung der Sportangebote sich selbstständig und steuerungslos entwickeln soll, sollte das Kultusministerium zumindest die finanziellen Mittel in einem angemessenen Umfang zur Verfügung stellen."

Seit Beginn diesen Jahres mussten bereits einige Vereine den Umfang ihrer Schulkooperationen reduzieren.

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