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06.02.2018

Gutes Zusammenleben durch starken Sport

Sportkreis Frankfurt zieht Bilanz seiner Aktivitäten 2017 und gibt Ausblick auf 2018

Der Sportkreis Frankfurt hat im vergangenen Jahr Kooperationen vertieft und Netzwerke ausgebaut, um den Frankfurterinnen und Frankfurtern den Zugang zu Sport und Bewegung noch einfacher zu machen. So konnte er beispielsweise in der Fechenheimer Fabriksporthalle zusätzliche Veranstaltungen durchführen und mehr Raum für Vereinssport schaffen. Mit Partnern wie der Sportjugend Hessen hat der Sportkreis Formate wie die „Info-Messe Sport“ veranstaltet. Zugewanderte Menschen erhielten so zusätzliche Gelegenheiten, sich mithilfe des Sports in Frankfurt einzuleben. Sportkreis-Projekte wie „Schulkids in Bewegung“, die „Frankfurter Bolzplatzliga F43+“ oder „Mainova Sport Rhein-Main“ wurden erfolgreich fortgeführt. Für 2018 plant der Sportkreis weitere Kooperationen. Die Anzahl der Mitglieder in den Sportvereinen ist derweil um etwa 5.000 auf rund 210.000 gewachsen.

Die Betreuung der Fabriksporthalle hat der Sportkreis Frankfurt im Mai des vergangenen Jahres von der Stadt Frankfurt übernommen. Bislang ungenutzte Zeiten, beispielsweise am Wochenende und in den Ferien, konnte der Dachverband so eigenständig vergeben: „Es gibt Vereine, die wegen fehlender Sportstätten Interessierte zurückweisen müssen“, sagt Sportkreisvorsitzender Roland Frischkorn. „Die vorhandene Infrastruktur in unserer wachsenden Stadt müssen wir daher optimal auslasten.“ In der zweiten Jahreshälfte 2017 konnten Sportgruppen in der Fabriksporthalle 250 Sportstunden zusätzlich durchführen, rund zehn Stunden wöchentlich. Geplant ist, die Belegung um insgesamt 500 Sportstunden jährlich zu erweitern.

Vom Engagement des Sportkreises in der Fabriksporthalle profitiert auch dessen Integrationsarbeit. Um den derzeit rund 5.000 in Frankfurt lebenden Flüchtlingen sportliche Integrationsangebote zu machen, hat der Sportkreis 2017 Veranstaltungen wie die „Info-Messe Sport“ durchgeführt. Die Veranstaltungen basiert auf der Zusammenarbeit des Sportkreises mit der AWO Frankfurt und dem Projekt „Integration durch Sport“ der Sportjugend Hessen. Bereits im Februar hatte der Sportkreis in Kooperation mit dem Evangelischen Verein für Jugend- und Sozialarbeit ein Fußballturnier für Geflüchtete in der Fabriksporthalle organisiert.

Wie Integration in den Vereinen am besten gelingen kann, soll ein weiteres Projekt ermitteln, das der Sportkreis seit Januar in Zusammenarbeit mit der Goethe-Universität durchführt. Das nötige Wissen soll im Laufe von drei Jahren durch die Befragung von Vereinsvorständen, Trainern und Sportlern ermittelt werden. Im Ergebnis will das Projekt den Vereinen Handlungsempfehlungen für ihre Integrationsarbeit geben. Für das laufende Jahr ist zudem eine interkulturelle Übungsleiterausbildung in Kooperation mit dem Landessportbund Hessen (lsb h) geplant. Migrantinnen, Migranten und Geflüchtete erwerben eine sportartenübergreifende Lizenz. Die Ausbildung soll dazu beitragen, die Zielgruppe stärker in das Vereinsleben einzubinden. Das Programm wird vom lsb h finanziell gefördert. „Mit unseren Integrationsprojekten reagieren wir auf den Wandel unserer Stadtgesellschaft“, sagt Sportkreisvorsitzender Roland Frischkorn. „Der organisierte Sport ist in Frankfurt nur so stark, weil er immer flexibel war und mitgestaltet hat. Diesem Prinzip wollen wir treu bleiben.“

Mit dem Deutschen Sport- und Präventionsnetzwerk möchte der Sportkreis ein Azubi-Übungsleiter-Programm ins Leben rufen. Auszubildende sollen von ihren Arbeitgebern für eine Übungsleiterausbildung freigestellt werden. Mit der erworbenen Qualifikation, so der Plan, leiten die Azubis Sportangebote an Schulen an, die von Vereinen organisiert werden. Auch hierfür soll eine Freistellung durch die Unternehmen erfolgen. Mit der Kooperation möchte der Sportkreis auf den zunehmenden Übungsleiter-Mangel in den Vereinen reagieren und junge Menschen für Tätigkeiten im organisierten Sport gewinnen.

Auch seine etablierten Projekte hat der Sportkreis 2017 forgesetzt. Im Projekt „Schulkids in Bewegung“ (SKIB) initiiert er Kooperationen zwischen Grundschulen und Vereinen. Im Schuljahr 2017/2018 waren 30 Schulen mit 18 Vereinen Kooperationen eingegangen, SKIB war damit in 21 von 43 Frankfurter Stadtteilen vertreten, 1.600 Kinder bekamen zusätzliche Bewegung in den Schulalltag. Für die „Frankfurter Bolzplatzliga F43+“ konnte der Sportkreis im vergangenen Jahr mit der DFL Stiftung einen weiteren Partner gewinnen. Mit dessen Unterstützung möchte er die stadtweite Liga für Kinder- und Jugendliche ausbauen. 2017 beteiligten sich 43 Mannschaften aus 15 Stadtteilen, aufgeteilt in vier Altersklassen. Die Liga bietet ihren Teilnehmern ein Versuchsfeld, sich auszuprobieren und nach eigenem Wunsch Verantwortung zu übernehmen. Mit dem Sportportal „Mainova Sport Rhein-Main“ erhalten rund 2.100 Vereine aus der Region Unterstützung in ihrer Öffentlichkeitsarbeit. Die Vereine veröffentlichen ihre Trainingszeiten, Kursangebote und Sportveranstaltungen in Eigenregie auf einer Website. Wer eine neue Sportart sucht oder zugezogen ist, hat so eine zentrale Anlaufstelle im Internet. Für 2018 plant der Sportkreis den Relaunch des 2009 aufgesetzten Portals (www.mainova-sport.de).

Wie in den vergangenen Jahren wird der Sportkreis Frankfurt 2018 erneut eigene Veranstaltungen organisieren, um auf den regionalen Vereinssport aufmerksam zu machen. Die Vereine können sich mit Bühnenauftritten, Mitmachangeboten und Infoständen einbringen. Beispiele sind das Spiel- und Sportfest „SKIB Festival“ am 22. April in der Kalbacher Leichtathletikhalle, das „FamilienSportFest“ am 7. Juli im Brentanobad und dem Stadion am Brentanobad und die „Sportwelt-Arena“ beim Museumsuferfest vom 24. bis 26. August.

Der Sportkreis Frankfurt e.V. ist die Dachorganisation der Frankfurter Turn- und Sportvereine und dem Landessportbund Hessen angeschlossen. Er vertritt die Interessen der rund 420 Frankfurter Turn- und Sportvereine mit rund 210.000 Sportlerinnen und Sportlern nach innen und außen. Dabei unterstützt er die Vereine zum Beispiel bei Zuschüssen, Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliedergewinnung und Weiterentwicklung von Sportangeboten.

 

Sportdezernent Markus Frank (li.) sah sich durch die Entwicklung von Sportkreis-Projekten darin bestätigt, dem Dachverband auch künftig Verantwortung zu übertragen. Rechts: Sportkreisvorsitzender Roland Frischkorn. Foto: Sportkreis

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