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Erlebe Sport in Frankfurt - Capoeira

Seit Jahren erfährt die Kampfkunst Capoeira hohen Zulauf und steigende Popularität. Ein Exot unter den Kampfsportarten ist sie durch die Mischung aus Musik, Akrobatik und Kampf.

Capoeira: Kampfsport als Miteinander

Seit Jahren erfährt die Kampfkunst Capoeira hohen Zulauf und steigende Popularität. Ein Exot unter den Kampfsportarten ist sie durch die Mischung aus Musik, Akrobatik und Kampf. Und noch etwas ist außergewöhnlich: Capoeira ist Kampfsport als Miteinander.

Man überlegt lange, in welche Schublade man Capoeira stecken soll. Am Ende wäre eine Kategorisierung nur ein Kompromiss. Denn die brasilianische Kampfkunst vereint mit Musik, Akrobatik und Kampf eine beeindruckende Fülle an Charaktereigenschaften. Circa zehn Vereine bieten die Sportart in Frankfurt an. Bei der FTG Frankfurt in Bockenheim haben wir die Gruppe Capoeira Brasil getroffen, und uns einen Einblick in die facettenreiche Sportart verschafft.

Musik, Akrobatik, Kampf

Bei Capoeira geht es nicht ausschließlich um Sport; Musik begleitet den größten Teil des Trainings. Ein Teil davon wird von den „Capoeiristas“, wie die Sportler genannt werden, selber gemacht. Die Instrumente sind eine Art Standtrommel, die Atabaque, ein bogenförmiges Saiteninstrument, das Berimbau und das Schlaginstrument Pandeiro, besser bekannt als Tamburin. Die Musik spielt in der Capoeira nicht nur die zweite Geige: „Die Geschwindigkeit und der Stil der Musik bestimmen, wie das Spiel in der Roda beziehungsweise im Kreis stattzufinden hat“, erzählt Eleni Dillmann aus Gruppe.

Für eine Kampfsportart ebenfalls unüblich ist die Vielzahl akrobatischer Bewegungen. Sie sind Teil der Ästhetik, auf die in der Capoeira ebenfalls großen Wert gelegt wird. Für den Kampf, das Hauptelement, bilden die Sportler einen Kreis, in dessen Mitte zwei Capoeiristas für das „Spiel“, wie es genannt wird, aufeinandertreffen. Wie ist diese Konstellation aus Musik, Akrobatik und Kampf nun entstanden?

Wurzeln in der Sklaverei

Die Frage wird in der Geschichte der Capoeira beantwortet. Sie erklärt gleichzeitig, warum die Sportart oft mit Tanz in Verbindung gebracht wird: „Capoeira ist in der Widerstandsbewegung während der Kolonialzeit in Brasilien entstanden. Afrikanische Sklaven haben dabei Kampftechniken in ihre Tanzrituale eingebaut“, berichtet Capoeira-Meister Michael Vas. Auch der Kreis, in dem Capoeira gespielt wird, ist in der Geschichte begründet: „Um ihre Rituale vor neugierigen Blicken zu schützen, bildeten die Sklaven einen Kreis, die ‚Roda‘. Die Entwicklung von Kampftechniken blieb dadurch verborgen“.

Spaß und Kooperation im Vordergrund

Das Training bei der FTG Frankfurt ist intensiv und diszipliniert, Lachen ist dennoch erlaubt: „Lebensfreude ist ein wichtiger Bestandteil“, weiß Alena Siebecke, ebenfalls Trainerin in Frankfurt, „Capoeira ist nicht so strikt und hart, wie man es vielleicht aus asiatischen Sportarten kennt, hier ist viel Platz für Individualität“. Ungewöhnlich für eine Kampfsportart ist auch, dass die Suche nach Siegern und Verlierern allein nicht ausschlaggebend ist.

Michael Vas respektiert und schätzt seine Kollegen aus anderen Kampfsportarten. Für Capoeira spricht seiner Meinung nach aber der unterschiedliche Fokus: „In der Capoeira steht die Kooperation im Vordergrund, nicht die Konfrontation. Die Rivalität und Aggressivität, wie man sie aus anderen Kampfsportarten kennt, machen wenig Spaß“. Und genau das macht Capoeira: Spaß.

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