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06.03.2018

Schulkids in Bewegung (SKIB) macht den nächsten Schritt

Sportkreis möchte Azubis als Übungsleiter einbinden / Stadt erhöht Förderung auf 200.000 Euro


Frankfurt, 06.03.2018 – Die Stadt Frankfurt hat die Förderung für „Schulkids in Bewegung“ (SKIB) dauerhaft erhöht. Fortan stehen dem Sportkreis Frankfurt für das Gemeinschaftsprojekt zur Bewegungsförderung von Grundschulkindern 200.000 Euro zur Verfügung, 50.000 Euro mehr als bisher. Den Förderbescheid nahm Sportkreisvorsitzender Roland Frischkorn heute von Sportdezernent Markus Frank entgegen. „,Schulkids in Bewegung‘ bringt junge Menschen früh mit Sport und Bewegung in Kontakt“, so Frank. „Durch die Verbindung mit den Sportvereinen lernen unsere Jüngsten zudem, wie wichtig Gleichberechtigung, Toleranz und Verantwortung für die Gemeinschaft sind. Unsere Unterstützung sehen wir als Investition.“

Mit den Mitteln möchte der Sportkreis sein Engagement intensivieren. „Die zusätzlichen Mittel helfen uns, die Qualität der Bewegungsangebote zu sichern und dort weitere Kooperationen ins Auge zu fassen, wo mehr Bewegung Kinder besonders in der Entwicklung unterstützt“, so Frischkorn. Seit 2010 initiiert der Sportkreis Kooperationen zwischen Grundschulen und Sportvereinen. Erst- und Zweitklässler bekommen dadurch zusätzliche Bewegung in den Schulalltag.

Mit dem Azubi-Übungsleiter-Programm möchte der Sportkreis einen weiteren Baustein in SKIB integrieren. „Qualifizierte Übungsleiter zu bekommen, wird zunehmend schwierig. Das gilt für ,Schulkids in Bewegung‘ wie auch für den organisierten Sport im Ganzen“, sagt Projektleiterin Jasmin Czogalla. Partner ist das Deutsche Sport- und Präventionsnetzwerk, das mit dem Programm bereits bundesweit aktiv ist. Die Idee: Auszubildende werden von ihren Arbeitgebern für eine Übungsleiterausbildung freigestellt. Mit der erworbenen Qualifikation leiten die Azubis dann Sportangebote an Schulen, die von Vereinen organisiert werden. Auch hierfür soll eine Freistellung durch die Unternehmen erfolgen.

Das Azubi- Übungsleiter-Programm soll der vierte Baustein von SKIB werden. Kern des Projekts sind die Kooperationen zwischen Grundschulen und Sportvereinen. Zweiter Baustein ist der Sport- und Motoriktest „SKIB Abzeichen“. Über ihn finden Kids heraus, welche Sportarten ihnen besonders liegen. Für die Durchführung und Auswertung arbeitet der Sportkreis mit dem Institut für Sportwissenschaften der Goethe-Universität zusammen. Das SKIB Festival im April bildet den dritten Baustein. Rund 1.500 Besucher zählt das große Sport- und Spielfest jährlich. Frankfurter Sportvereine und Institutionen bauen dafür in der großen Leichtathletikhalle in Kalbach einen sportlichen Wettbewerbsparcours auf.

Die Dringlichkeit für mehr Bewegung ist aktueller denn je. Erst im Oktober vergangenen Jahres belegte die Weltgesundheits¬organisation (WHO) den Trend hin zu mehr Übergewicht: Waren 1975 in Deutschland noch 16,7 Prozent der Mädchen und Jungen übergewichtig oder fettleibig, waren es 2016 bereits 31,6 Prozent der Mädchen und sogar 39,6 Prozent der Jungen. Als Konsequenz fordert die Organisation unter anderem mehr Schulsport.

Der Sportkreis ist daher vor allem in den Stadtteilen aktiv, in denen laut Frankfurter Gesundheitsamt besonders viele Einschulungskinder durch Übergewicht oder motorische Defizite auffallen. In einigen dieser Stadtteile hat sich die Situation verbessert, beispielsweise in Griesheim, Hausen, Riederwald oder dem Ostend. „Natürlich können wir nicht den Hebel umlegen und Übergewicht mit unseren Bewegungsstunden aus der Welt schaffen“, sagt Sportkreis¬vorsitzender Roland Frischkorn. „Aber unsere Kooperationen bringen jährlich 1.600 Kinder und deren Eltern in Kontakt mit Sport und wohnortnahen Vereinen, zusätzlich zum Sportunterricht.“

Ziel ist es zudem „Schulkids in Bewegung“ als eines der bundesweit effizien-testen Projekte zur Gesundheitsförderung fortzuführen. Erst im September 2017 hatte die Gesellschaft für Versicherungs¬wissenschaft und -Gestaltung (GVG), gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit, den Sportkreis eingeladen, SKIB bei seinem Ideenwettbewerb in Berlin vorzustellen. Bereits im Februar 2016 hatte das Projekt für sein Engagement eine Auszeichnung von „IN FORM“ erhalten, einer Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung verschiedener Bundesministerien.

Der Sportkreis Frankfurt e.V. ist die Dachorganisation der Frankfurter Turn- und Sportvereine und dem Landessportbund Hessen angeschlossen. Er vertritt die Interessen der rund 420 Frankfurter Turn- und Sportvereine mit über 210.000 Sportlerinnen und Sportlern nach innen und außen. Dabei unterstützt er die Vereine zum Beispiel bei Zuschüssen, Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliedergewinnung und Weiterentwicklung von Sportangeboten.

Das Gemeinschaftsprojekt zur Bewegungsförderung bringt seit 2011 jährlich rund 1.600 Grundschulkinder in Bewegung. Langfristig möchte der Sporkreis SKIB auf alle Frankfurter Stadtteile ausweiten. Fotos: Sportkreis Frankfurt

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