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02.02.2021

Sportkreis fordert gesellschaftliches Leben mit dem Virus

Der Sportkreis Frankfurt sieht die gesundheitsfördernde Wirkung des Sports auch nach einem Jahr Corona-Pandemie nicht ausreichend berücksichtigt. Der Dachverband hat daher ein vierstufiges, an Inzidenzen angelehntes Öffnungskonzept erarbeitet, das als Grundlage für Gespräche mit der Stadt Frankfurt dienen soll. Ziel ist es, die Bedeutung des Sports in die Gespräche auf Bundesebene einzubringen. Der Sportkreis schlägt zudem eine wissenschaftliche Untersuchung darüber vor, welche Rolle der Breiten- und Gesundheitssport für das Infektionsgeschehen spielt.

In seinem Konzept ordnet der Dachverband den Sport in der Bedeutung dicht hinter den Schulen und Kindertagesstätten ein. „Es ist paradox, wenn wir in einer Gesundheitskrise wie der Corona-Pandemie hauptsächlich über die Öffnung von wirtschaftlichen Bereichen sprechen und der Sport außen vor bleibt, der sonst allerorts für seine präventive Leistung gelobt wird“, so der Sportkreisvorsitzende Roland Frischkorn. Das Papier sieht außerdem vor, Bewegungsangebote in Gruppen bis zehn Personen durchführen zu können, solange die Inzidenz unter 150 liegt.

„Die politische Einordnung von Sport als Freizeitbeschäftigung wird seiner Wirkung nicht gerecht“, ergänzt Frischkorn. „Er gleicht psychische Leiden und körperliche Beschwerden aus oder lässt sie erst gar nicht entstehen. Wir verlieren durch den Stillstand einen Stabilisator, auf den wir nicht verzichten sollten.“ Mit seinen Hygienekonzepten sieht der Verband den Breiten-, Fitness- und Gesundheitssport gut aufgestellt: „Während der Öffnung ab Mai 2020 ist der Sport nicht als Infektionsherd aufgefallen. Dass eine erneute Öffnung nicht einmal diskutiert wird, stößt in der Vereinslandschaft auf Unverständnis.“

Um zusätzlich Wissen zu generieren, schlägt der Sportkreis eine wissenschaftliche Begleitung vor, die mit der Öffnung einhergehen soll. Vorsitzender Roland Frischkorn: „Erkenntnisse darüber, ob und wie das Virus im Sport übertragen wird, würde den Sportorganisationen die Möglichkeit geben, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen. Zudem könnten wir Einschränkungen noch besser belegen und zusätzliche Akzeptanz schaffen.“

Unterstützung erhält der Ansatz von Prof. Winfried Banzer aus der Präventiv- und Sportmedizin der Goethe-Universität Frankfurt: „Covid-19 wird uns voraussichtlich noch eine Weile begleiten. Wir müssen auch damit rechnen, dass weitere Pandemien folgen. Wir benötigen daher Kenntnisse darüber, wie Sport mit seinem hohen gesundheitsfördernden Effekt dennoch stattfinden kann. Zudem können wir nur so die Menschen zurückgewinnen, die aus Angst vor Infektionen Abstand vom Sport in der Gruppe genommen haben.“

Der Sportkreis Frankfurt e.V. ist die Dachorganisation der Frankfurter Turn- und Sportvereine und dem Landessportbund Hessen angeschlossen. Er vertritt die Interessen der rund 420 Frankfurter Turn- und Sportvereine mit über 265.000 Sportlerinnen und Sportlern nach innen und außen. Dabei unterstützt er die Vereine zum Beispiel bei Zuschüssen, Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliedergewinnung und Weiterentwicklung von Sportangeboten.

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