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30.11.2015

„Ohne Sportstätten keine Integrationsarbeit!“

Die Unterbringung von Flüchtlingen in Sporthallen blockiert wichtige Integrationsangebote wie den „Nachtsport“. Sportkreis-Vorsitzender Roland Frischkorn fordert Stadt und Wirtschaft auf, Alternativen zu prüfen.

Seit Monaten sind Frankfurter Sporthallen zu Flüchtlingsnotunterkünften umfunktioniert. Die Sportvereine haben auf diese Situation mit Verständnis und Solidarität reagiert, sie sind zusammengerückt. Freie Hallenzeiten haben sie den betroffenen Vereinen zur Verfügung gestellt, damit diese ihr Training zumindest ansatzweise aufrechterhalten können.

Dass die Hallen jedoch weiterhin belegt sind, obwohl es Alternativen für die Unterbringung von Flüchtlingen gebe, kritisiert jetzt der Vorsitzende des Frankfurter Sportkreises Roland Frischkorn: „Sämtliche Sporthallen könnten sofort geräumt und wieder den Sportvereinen zur Verfügung gestellt werden, wenn das Neckermann-Gelände in Fechenheim als Notunterkunft genutzt würde“, erklärt er. Wie Ende der Woche bekannt wurde, machen ein Urteil und einige Gesetzesänderungen diese Nutzung möglich. Nun plant das Land Hessen, hier ab Mitte Dezember Flüchtlinge unterzubringen. „Wir fragen uns, warum das Haus als Erstaufnahmeeinrichtung des Landes geeignet ist, für die Stadt aber nicht?“

Frischkorn betont, dass die hohe Integrationskraft des Sports gerade im Angesicht der aktuellen Flüchtlingssituation dringend genutzt werden müsse. Das funktioniere aber nicht, wenn die Vereine auf ihre Hallen verzichten müssen. „Unsere Stärken kommen der Gesellschaft insgesamt zugute – Angebote für Kinder und Jugendliche wie der „Nachtsport“ der Sportjugend Frankfurt oder die „Frankfurter Bolzplatzliga F43+“ beispielsweise leisten Integrationsarbeit. Wenn wir nun im kommenden Jahr wie angekündigt nur noch fünf von ursprünglich zwölf Hallen nutzen können, ist das nicht zweckdienlich.“

Dass die Stadt das Neckermann-Gelände nicht nutzen will, weil sie kleinere Unterbringungsarten bevorzugt, lässt Frischkorn als Argument nicht gelten. Bereits Anfang Oktober hatte er in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Frankfurter Sportvereine darauf hingewiesen, dass in der Stadt mehr als zwei Millionen Quadratmeter Bürofläche leer stehen. Hier müssten die städtischen Behörden die Möglichkeiten für Notunterkünfte eruieren. „Die gleiche Flexibilität, die unsere Vereine unter Beweis gestellt haben, erwarten wir auch von der städtischen Verwaltung. Gleichzeitig ist die Wirtschaft wie auch Immobilienbesitzer aufgerufen, der Stadt zu helfen, brauchbare Räume zu schaffen und diese zur Verfügung zu stellen.

Der Sportkreis hat bereits im Oktober ein Konzept für ein Stadtteilbegegnungszentrum in der Fechenheimer Fabriksporthallte vorgelegt. Hier sollen Flüchtlinge und Einheimische einander auf Augenhöhe begegnen und sich kennenlernen können. „Dieses Konzept ließe sich auch auf das Neckermann-Gelände übertragen, um nicht nur Unterbringung sondern einen Treffpunkt, Kultur- und Sportangebote – eben Begegnung auf Augenhöhe anzubieten“, so Frischkorn.

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