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07.04.2016

Vorträge zur Frankfurter Sportgeschichte

Der Sportkreis setzt sich 2016 in der vierten Auflage von „Spuren des Sports in Frankfurt“ mit den Olympischen Spielen von 1936 auseinander

Für seine Vortragsreihe „Spuren des Sports in Frankfurt“ hat der Sportkreis Frankfurt erneut historische Vereinsdokumente gesichtet, Stadtarchive durchforstet und Geschichtsexperten befragt. Als Ergebnis wird sich die vierte Auflage der Reihe kritisch mit den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin auseinandersetzen. Fünf Veranstaltungen von April bis November 2016 behandeln die Erlebnisse Frankfurter Sportler bei der Olympiade, die Selbstinszenierung des Nationalsozialistischen Regimes sowie die sukzessive Unterdrückung des jüdischen Sports ab 1933.

Sportkreisvorsitzender Roland Frischkorn: „Die Olympischen Spiele von 1936 sind ein abschreckendes Beispiel für rassistische Ausgrenzung und Verfolgung. Es bleibt die Verantwortung des organisierten Sports, wachsam zu sein und gegen jene aufzustehen, die ihn für die Legitimation von Unterdrückung missbrauchen!“

Was Frankfurter Olympioniken bei der Olympiade 1936 leisteten und erlebten, stellt Referent Matthias Thoma zum Auftakt am 13. April im Eintracht Frankfurt Museum vor. Dem Kontrast zwischen bildlicher Ästhetik und nationalsozialistischer Ideologie widmet sich Urs Spörri vom Deutschen Filminstitut am 8. Juni in der Veranstaltung „Die Olympiafilme von Leni Riefenstahl“ im Gallus-Theater. Um „Fünf Frankfurter in der Olympischen Hockey-Gemeinschaft“ geht es in einem Vortrag des Experten für jüdische Hockey-Geschichte Martin Happ am 14. September.

Die Teilnahme der deutsch-amerikanischen Fechterin Helene Mayer bei den Olympischen Spielen 1936 ist das Thema am 13. Oktober. Mayer lebte 1936 in Amerika, holte bei der Olympiade aber Silber für Deutschland. Die Teilnahme brachte ihr neben dem sportlichen Erfolg die Kritik ein, das NS-Regimes zu unterstützen. Referent wird Waldemar Krug vom Fechtclub Offenbach von 1863 sein, dem damaligen Heimatverein Helene Mayers.

Helga Roos vom Sportkreis Frankfurt schildert in der abschließenden Veranstaltung am 2. November die sukzessive Ausgrenzung und Selbstbehauptung des Jüdischen Sports in Frankfurt. Der Beitrag behandelt die zunächst überraschende Tatsache, dass der jüdische Sport in Deutschland und damit auch in Frankfurt bis 1938 bedingt durch die Ausgrenzung in den bürgerlichen Vereinen einen immensen Zulauf verzeichnete.

Für „Spuren des Sports in Frankfurt“ arbeitet der Sportkreis seit 2013 zusammen mit dem Eintracht Frankfurt Museum und dem Arbeitskreis Sport und Geschichte im Landessportbund Hessen (lsb h). Aufgearbeitet hat die Gemeinschaft bisher unter anderem die Turnbewegung des 19. Jahrhunderts (2013), die Frankfurter Stadtstaffel-Läufe (2014) und die Frankfurter Arbeitersportbewegung (2015). "Spuren des Sports in Frankfurt" wird gefördert vom Dezernat für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main.

Spuren des Sports in Frankfurt 2016

Frankfurter Olympioniken
Mittwoch 13. April 2016, 18.30 Uhr, Eintracht Frankfurt Museum, Commerzbank-Arena/Haupttribüne, Mörfelder Landstraße 362, 60528 Frankfurt. Referent: Matthias Thoma (Eintracht Frankfurt Museum)

Die Olympiafilme von Leni Riefenstahl
Mittwoch, 8. Juni 2016, 19 Uhr, Gallus-Theater, Kleyerstraße 15, 60326 Frankfurt am Main, Referent: Urs Spörri (Deutsches Filminstitut)

Fünf Frankfurter in der Olympischen Hockey-Gemeinschaft
Mittwoch, 14. September 2016, 18.30 Uhr, Klubhaus/Clubhütte des Sport-Club „Frankfurt 1880“, Feldgerichtstr.29, 60320 Frankfurt. Referent: Dr. Martin Happ (Frechen)

Helene Mayer – Tragisches Schicksal eines Sportidols
Donnerstag 13. Oktober 2016, 18.30 Uhr, Aula der Schillerschule Frankfurt, Morgensternstraße 3, 60596 Frankfurt am Main. Referent: Waldemar Krug (Fechtclub Offenbach von 1863 e.V.)

Ausgrenzung und Selbstbehauptung des Jüdischen Sports in Frankfurt
Mittwoch 2. November 2016, 18.30 Uhr, Eintracht Frankfurt Museum, Commerzbank-Arena/Haupttribüne, Mörfelder Landstraße 362, 60528 Frankfurt. Referentin: Helga Roos (Sportkreis Frankfurt e.V.)

Der Sportkreis Frankfurt e.V. ist die Dachorganisation der Frankfurter Turn- und Sportvereine und dem Landessportbund Hessen angeschlossen. Er vertritt die Interessen der rund 430 Frankfurter Turn- und Sportvereine mit 190.000 Sportlerinnen und Sportlern nach innen und außen. Dabei unterstützt er die Vereine zum Beispiel bei Zuschüssen, Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliedergewinnung und Weiterentwicklung von Sportangeboten.

 

Fünf Veranstaltungen von April bis November thematisieren die Machtübernahme durch das Nationalsozialistische Regime ab 1933 und die Auswirkungen auf die Olympischen Spiele 1936. Foto: Eintracht Frankfurt Museum

Das Hockeyteam des SC Frankfurt 1880 im Jahr 1928. 1933 ausgeschlossen: Torwart Hans Schlesinger (vorne Mitte). Foto: SC 1880

Helene Mayer holte bei den Olympischen Spielen 1936 Silber für Deutschland. Foto: Fecht-Club Offenbach

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