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27.03.2017

Sportkreis Bilanzpressekonferenz

Erfolgreiche Arbeit für die Vereine: Sportkreis Frankfurt zieht Bilanz seiner Aktivitäten 2016 und gibt Ausblick. Gespräche mit Stadt über Betreuung der Fechenheimer Fabriksporthalle.

Im zurückliegenden Jahr hat der Sportkreis sein Engagement für den organisierten Sport verstärkt. Neue Veranstaltungsformate wie „Sport vor Ort“ und die Koordination für das Landesprogramm „Sport und Flüchtlinge“ haben die seit vielen Jahren erfolgreichen Projekte – wie beispielsweise „Schulkids in Bewegung“, „Frankfurter Bolzplatzliga F43+“ oder „Gallus – 1:1 für Ausbildung“ – ergänzt. Der Sportkreis plant zudem, seinen Verantwortungsbereich zu erweitern: Gespräche mit der Stadt Frankfurt über die Betreuung der Fechenheimer Fabriksporthalle stehen kurz vor dem Abschluss. Die Zahl der im Sport organisierten Personen setzt sich derweil positiv fort, 204.000 Personen sind Mitglied in einem Verein, rund 7.000 mehr als 2016.

In der Fabriksporthalle möchte der Sportkreis bislang ungenutzte Zeiten beispielsweise für eigene Veranstaltungsformate und Fortbildungen für Lehrer nutzen. „Wir möchten die Fabriksporthalle zu einer Art Sportbürgerhaus im Frankfurter Osten entwickeln“, sagte Sportkreisvorsitzender Roland Frischkorn bei der heutigen Bilanzpressekonferenz. Angedacht seien auch Bewegungsangebote für Geflüchtete, die in den benachbarten Stadtteilen leben. Stadt und Sportkreis verfolgen mit dem Vorhaben das gemeinsame Ziel, die vorhandene Sportinfrastruktur besser auszulasten. Sportdezernent Markus Frank sprach in Bezug auf die Betreuung der Fabriksporthalle durch den Sportkreis von einer „neuen Qualität der Zusammenarbeit“ und einer „Stärkung der Stellung des Sportkreises“. Der Sportkreis, so Frank weiter, könnte seine Ideen durch die räumlichen Möglichkeiten direkter als bisher umsetzen und testen, welche Formate funktionieren.

Allen Projekten des Sportkreises ist das Ziel gleich, den Kontakt zwischen dem Sport und Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern herzustellen und zum Sport im Verein zu motivieren. So portraitierte beispielsweise die Medienkampagne „Erlebe Sport in Frankfurt“ in den letzten Jahren herausragende Vereinsprojekte und angesagte Sportarten. Bestandteile waren monatliche Videobeiträge im Regionalfernsehen sowie Berichte in der lokalen Presse. Im Rahmen des Online-Portals „Mainova Sport Rhein-Main“ öffnen ausgewählte Vereine seit 2015 mehrmals jährlich ihre Türen. Interessierte können an diesen Schnuppertagen unverbindlich Sportarten ausprobieren. Mit dem Format „Sport vor Ort“ erweitert der Sportkreis dieses Konzept seit vergangenem Jahr. So präsentierten im Oktober über zehn Vereine ihre Sportarten auf der Center-Bühne des Nordwestzentrums, auf einer angeschlossenen Vereinsmesse kamen sie mit Besuchern ins Gespräch. „Kleine bis mittelgroße Vereine haben mitunter nicht die personellen und finanziellen Ressourcen, um in ihrem Einzugsgebiet ausreichend auf das eigene Angebot aufmerksam zu machen“, erläutert Roland Frischkorn. „Formate wie ‚Sport vor Ort‘ sollen hier unterstützen.“

Auch außerhalb seines originären Tätigkeitsbereiches sieht sich der Sportkreis als Anwalt des Sports. Mit „Schulkids in Bewegung“, einem Gemeinschaftsprojekt mit der Stadt Frankfurt, bringt er im siebten Projektjahr zusätzliche Sportangebote an aktuell 32 Frankfurter Grundschulen. Grundlage ist die Zusammenarbeit von Schulen und Sportvereinen, die der Sportkreis initiiert. „Die Kooperationen sind eine Chance für Kinder, Spaß am Sport zu finden“, sagt Frischkorn und stellt gleichzeitig klar: „Es sollte aber nicht so sein, dass unser Projekt mancherorts den regulären Sportunterricht ersetzt, wie wir in Gesprächen mit dem Stadtelternbeirat erfahren haben, zudem in teilweise stark renovierungsbedürftigen Hallen.“ Frischkorn beurteilt das Engagement der Schulen als insgesamt zu gering: „Ehrenamtliche und private Strukturen leisten in Frankfurt mehr dafür, Kindern eine gesunde Lebensweise mit Sport und Bewegung zu vermitteln, als die Institution Schule selbst.“ Neben dem Sportkreis engagiert sich beispielsweise Eintracht Frankfurt mit der „AOK-Pausen-Liga“ an zehn Frankfurter Grundschulen, die Fraport Skyliners sind mit „Basketball macht Schule“ an 35 Frankfurter Grundschulen aktiv.

Der Sportkreis spricht sich zudem erneut für eine erweiterte Nutzung der Schulsporthallen aus. Die Forderung, diese bis 24 Uhr anstatt bis höchstens 22.30 Uhr nutzen zu können, hatte der Verband bereits bei seiner außerordentlichen Mitgliederversammlung im Oktober 2015 im Gespräch mit Vertretern der Stadt Frankfurt erhoben. Damals hatten die Vereine im Rahmen der Notunterbringung von Flüchtlingen höchstes Entgegenkommen gezeigt, auf Trainingszeiten verzichtet oder sich zusammengeschlossen. „Solche Flexibilität erwarten wir auch von der Stadtverwaltung“, erneuerte Frischkorn die Forderung.

Wie im vergangenen Jahr wird der Sportkreis Frankfurt auch 2017 eigene Veranstaltungen organisieren und sich an Formaten beteiligen, um auf den regionalen Vereinssport aufmerksam zu machen. Die Vereine können sich jeweils mit Bühnenauftritten, Mitmachangeboten und Infoständen einbringen. Beispiele sind das Spiel- und Sportfest „SKIB Festival“ am 23. April in der Kalbacher Leichtathletikhalle, zu dem rund 1.500 Besucher erwartete werden, das „FamilienSportFest“ im Brentanobad und dem Stadion am Brentanobad am 1. Juli mit 5.000 erwarteten Besucher und das Museumsuferfest vom 25. bis 27. August, an dem sich der Sportkreis zum 18. Mal mit seiner „Sportwelt-Arena“ beteiligt.

Der Sportkreis Frankfurt e.V. ist die Dachorganisation der Frankfurter Turn- und Sportvereine und dem Landessportbund Hessen angeschlossen. Er vertritt die Interessen der rund 420 Frankfurter Turn- und Sportvereine mit 204.000 Sportlerinnen und Sportlern nach innen und außen. Dabei unterstützt er die Vereine zum Beispiel bei Zuschüssen, Öffentlichkeitsarbeit, Mitgliedergewinnung und Weiterentwicklung von Sportangeboten.

Sportdezernent Markus Frank (l.) und Sportkreisvorsitzender Roland Frischkorn bei der Bilanzpressekonferenz des Sportkreises im Römer. Stadt und Sportkreis arbeiten seit Jahren partnerschaftlich in vielen Projekten. Fotos: Sportkreis Frankfurt

Die Betreuung der Fabriksporthalle durch den Sportkreis könnte ein weiterer Teil der Zusammenarbeit werden: Hier möchte der Sportkreis eigene Veranstaltungsformate durchführen, beispielsweise um Vereinen eine Plattform zu bieten.

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