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18.04.2019

Nachbericht zur Info-Messe Sport 2019 des Sportkreises Frankfurt

Der Sportkreis Frankfurt hat am 23. März seine dritte Info-Messe Sport durchgeführt. Von 14 bis 20 Uhr ging es in der Fabriksporthalle in Fechenheim um Bewegungsangebote, die besonders leicht zugänglich sind und Jugendlichen den Anschluss an Gruppen vereinfachen. Etwa 20 Organisationen, Projekte und Sportgruppen waren dem Aufruf des Sportkreises gefolgt, um sich und ihre Sportarten den rund 300 Besucher*innen vorzustellen, mit anderen ins Gespräch zu kommen oder bekannte Gesichter aus der Szene wieder zu treffen. „Sport in der Gruppe zu machen bedeutet immer auch, Bekanntschaften zu knüpfen und sich mit etwas identifizieren zu können. Wir möchten zeigen, wo und mit wem es möglich ist, einen Einstieg zu finden“, hatte Sportkreisvorsitzender Roland Frischkorn im Vorfeld der Veranstaltung gesagt.

Vertreten waren beispielsweise die „Main Calisthenics“, für die der Sportkreis eine Turnbar-Anlage mit Barren und Reckstangen organisiert hatte. Die im Hafenpark an der Europäischen Zentralbank beheimatete Gruppe war in der Halle zahlreich vertreten, die spektakulären Übungen der jungen Erwachsenen ein Publikumsmagnet. Die „schöne Kraft“, wie die Sportart übersetzt heißt, basiert auf Kraft- und Koordinations-Übungen mit eigenem Körpergewicht. Bereits seit der ersten Info-Messe im Jahr 2016 besteht der Kontakt zum Sportkreis. Neue Teilnehmer*innen zu integrieren, gehört hier zum Alltag: „Sport verbindet“, findet Mujib Pashtoon von den Main Calisthenics. „Es gibt eine große Dynamik innerhalb der Gruppe. Die Fortgeschrittenen motivieren die Neuen durch ihr Können, und so geht es immer weiter.“ Über den Sportkreis hat die Gruppe 2018 Kontakt zu einer Flüchtlingsunterkunft im Gutleut geknüpft. Von Oktober bis November führte sie für die Bewohner*innen ein wöchentliches Training durch.

Angelo Berber war im Namen seiner HipHop-Gruppe „1st Cut“ zur Info-Messe gekommen. Sie ist vor allem in Friedberg und Butzbach, aber auch in Frankfurt aktiv. Berber engagiert sich unter anderem in Zusammenarbeit mit Jugendzentren dafür, Menschen früh für den Tanz und die dazugehörige Kultur zu begeistern. Jugendliche aus seinem Umfeld, beschreibt er, hingen oft stundenlang vor dem Computer oder an ihren Smartphones. „Viele von ihnen haben Probleme damit, unter Leute zu gehen“, erzählt er. „Mit HipHop können die Kids etwas Cooles lernen, mit dem man sich zeigen kann und so auch Wertschätzung von anderen erlebt.“ Ein gesunder Lebensstil, Gemeinschaft und respektvoller Umgang, so Berber, seien weitere positive Effekte davon, sich sportlich mit anderen in einer Szene zu bewegen.

Wie positiv Sport und Bewegung auf junge Menschen wirkt, schilderte auch Keiko Schmitt von „Playground e.V.“, einem gemeinnützigen Vereine für Jugendsozialarbeit. Zur Info-Messe ist sie mit ihrem Kollegen Markus Rockenbach und einem Koffer voller Jonglage-Utensilien gekommen. Kinder und Jugendliche, so Schmitt, fänden besonders dort gut Anschluss, wo sie sich, wie im Sport, unter bestimmten Regeln für ein gemeinsames Ziel zusammentun. Für das Selbstbewusstsein beschreibt sie die Wirkung ähnlich wie Hip-Hopper Berber: „Wer etwas kann, wird gesehen und gewürdigt. Die positive Aufmerksamkeit unterstützt das Gefühl, mit dem eigenen Tun etwas bewirken zu können.“

Auch der Sportkreis und die Sportjugend Frankfurt präsentierten einige ihrer offenen Projekte. Darunter die „Frankfurter Bolzplatzliga F43+“, in der Kinder und Jugendliche eigenständig ihren Ligabetrieb organisieren, das Projekt „BasKIDball“ mit dem Konzept der offenen Halle oder das Box-Angebot aus dem „Box- und Tischtenniscamp Gallus“, in dem die Sportjugend nicht nur Sport anbietet, sondern auch bei den Hausaufgaben unterstützt.

Die Info-Messe Sport ist Teil der Integrationsarbeit des Sportkreises. Sie findet statt in Zusammenarbeit mit dem Programm „Integration durch Sport“ des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und dem Programm „Sport und Flüchtlinge“ des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport (HMdIuS).

Die Sportjugend Frankfurt präsentierte ein offenes Box-Angebot, das in ihren Jugendzentren seit Jahren großen Zuspruch findet. Fotos: Sportkreis Frankfurt

Neben spektakulären Übungen bieten Gruppen wie „Main Calisthenics“ einen regelmäßigen Treffpunkt, der zum Mitmachen einlädt.

Der Verein für Jugendsozialarbeit "Playground e.V." zeigte, wie Kinder und Jugendliche mit Übungen aus der Zirkuspädagogik gestärkt werden können.

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