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12.02.2020

6 Fragen an...: Dr. Wolfgang Hofmann, Höchster Tennis- und Hockey-Club 1899 e.V.

In der Rubrik „6 Fragen an…“ richtet sich der Sportkreis Frankfurt an Vereinsvorsitzende und stellt Fragen zur ehrenamtlichen Arbeit, zur Situation des Vereins sowie zum Sport in Frankfurt allgemein. Diesen Monat haben wir mit Dr. Wolfgang Hofmann vom Höchster Tennis- und Hockey-Club 1899 e.V. (HTHC) gesprochen, der dem Verein seit März 2017 als Präsident vorsteht. Der Höchster THC zählt 586 Mitglieder und ist im Vergleich zum Vorjahr nach eigenen Angaben um 20 Prozent gewachsen.

Vor allem aber hat der Club in seine Sportanlage investiert: „Der Höchster Tennis- und Hockey-Club hat aus eigener Kraft zwei moderne Sportstätten gebaut“, sagt Sportkreisvorsitzender Roland Frischkorn. „Dieses Engagement zeigt, was durch gemeinsame Anstrengungen im Verein möglich ist und wie der Verein selbst davon profitieren kann.“ Am 14. Oktober 2019 hatte der HTHC seine neue Tennishalle eröffnet, bereits im Mai 2019 wurde ein neues Hockeyfeld eingeweiht. Einen großen Teil der Maßnahmen hat der Club durch den Verkauf eines Grundstücks und einen Kredit finanziert, weitere Mittel kamen von der Stadt Frankfurt und dem Land Hessen.

Fragen

Sportkreis Frankfurt: Warum engagieren Sie sich im bzw. für Ihren Verein?

Dr. Wolfgang Hofmann: 2015 bin ich mit meiner Familie nach Unterliederbach gezogen. Durch die Mitgliedschaft meines Sohnes im HTHC bin ich auf die Lage des Vereines aufmerksam geworden: ein großer Club, mit langer Tradition, der nach dem Verkauf der Höchst AG, der treibenden Kraft, in tiefgreifende Strukturprobleme geraten war. Ich selbst habe nie Tennis oder Hockey gespielt, fand es aber schade, diesen Verein in meiner Nachbarschaft ins Abwärts gleiten zu sehen. Nach kurzem Kennenlernen mit dem Präsidium beschloss ich, mich zur Wahl zum Präsidenten zu stellen, um gemeinsam dem Verein eine neue Zukunft zu schaffen.

Sportkreis: Hat sich die Vorstandsarbeit in den letzten Jahren verändert? Wenn ja, wie? Worauf kommt es besonders an?

Hofmann: Wir haben sicherlich eine spezielle Situation im HTHC: Ein Teil unserer Herausforderung 2017 lag in der Struktur der Vereinsorganisation. Ein anderer in der vollständig überholungsbedürftigen Anlage. Wir haben zunächst das Gelände neu geplant und die gesamte Organisation des Vereins von Grund auf übererarbeitet. Danach brachten wir schrittweise die Mitglieder hinter uns, um die Veränderungen mitzutragen. Die größte Sorge war die notwendige Investition in das Gelände: wir brauchten über 6 Millionen Euro. Danach kam die Frage, ob sich genügend zuverlässige Mitglieder finden würden, gemeinsam die viele Arbeit zu leisten, darunter die Finanzplanung, die Antragstellung für Bau und Förderung mitsamt Dokumentation, neue Kommunikationskonzepte über Veranstaltungen, Internet, Presse und soziale Medien, daneben den Verein täglich in Technik und Buchhaltung am Laufen halten und auf öffentlichen Festen vertreten – wer sollte das alles machen?

All dies sind zum großen Teil Sorgen der Vergangenheit - dank eines großen Teams von wunderbaren Mitgliedern, mit denen wir gemeinsam täglich den HTHC mit Leben füllen. Mit stark steigenden Mitgliederzahlen können wir uns nun vor allem auf den Sport konzentrieren, aber gleichzeitig werden wir natürlich wieder stärker ein gesellschaftlicher Club, in dem man sich im ehrwürdigen Clubhaus von 1927 trifft, um gemeinsam ein Glas Wein zu genießen.

Sportkreis: Welches Thema beschäftigt Sie im HTHC derzeit am meisten?

Hofmann: Wir beginnen gerade die Planung zur dringend notwendigen Sanierung des Clubhauses. Aber unmittelbar steht die Organisation der Veranstaltung und Party zur Saisoneröffnung an, wahrscheinlich am 25. und 26. April. Das gesamte Süd-Gelände ist dann fertig und das Ereignis soll wieder ein Kracher werden!

Sportkreis: Gibt es etwas, dass Sie im HTHC besonders stolz macht / etwas, das Sie hervorheben möchten?

Hofmann: Oft werde ich gefragt: “Warum machst du das eigentlich alles?“. Die Wahrheit ist, dass bei allem Schweiß, den wir aufwenden, unser gemeinsamer Erfolg viel mehr Energie zurückgibt, als er kostet. Und dass wir so viele Mitglieder haben, die das genauso sehen und unglaubliche Arbeit investieren, von den bereits erwähnten Arbeiten über die Betreuung von Mannschaften bis hin zum Laub rächen und Unkraut zupfen im Herbst, das freut mich besonders.

Sportkreis: Gibt es ein Sportprojekt (außerhalb Ihres Vereins), das Sie besonders gut finden?

Hofmann: Die tief empfundene Bedeutung des Sports für die Stadt Frankfurt, allen voran in Person des Dezernenten für Sport Markus Frank, aber auch des Sportkreises, des Tennisbezirks Frankfurt, des Sportamtes und vielen anderen ist absolut bemerkenswert und jeden Tag und jenseits von Worten spürbar! In diesem Umfeld ist es eine Freude, sich ehrenamtlich im Sport für die Gesellschaft zu engagieren.

Sportkreis: Welche Rolle spielen Sportvereine für Frankfurt?

Hofmann: Frankfurt ist eine bodenständige, internationale Stadt mit Menschen aus allen Ländern, die gemeinsam mit vielen „lokalen Gewächsen“ aus der Region und allen Teilen Deutschlands zusammenleben. Sport ist eine wundervolle Gelegenheit, lebenslange Freundschaften zu knüpfen: das sehe ich an den vielen, die sich im HTHC engagieren: es gibt Mitglieder, die hier als Jugendliche aufgewachsen sind und später wegzogen, und die doch aus der Ferne viel für den Verein tun. Ich weiß, dass diese Verbundenheit auch für viele andere Vereine zutrifft und dadurch entsteht ein Gefühl der Zusammengehörigkeit mit der Stadt, das viel zu ihrer Reputation außerhalb der Stadtgrenzen beiträgt.

Vereins-Website

hoechsterthc.de/

Der Höchster Tennis- und Hockey-Club 1899 e.V. hat rund 600 Mitglieder. Die Tennisabteilung zählt zu den zehn größten der Stadt. 2019 feierte der Club sein 120jähriges Bestehen. Fotos: HTHC

Das Team um Vereinspräsident Dr. Wolfgang Hofmann (Foto) hat in den vergangenen Jahren das komplette Sportgelände des HTHC saniert.

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