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6 Fragen an... Daniel Sterner, Sektion Frankfurt am Main des Deutschen Alpenverein e.V.
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30.03.2021

6 Fragen an... Daniel Sterner, Sektion Frankfurt am Main des Deutschen Alpenverein e.V.

Im kommenden Jahr begleitet Daniel Sterner die Sektion Frankfurt des Deutschen Alpenvereins bereits seit vierzig Jahren als Mitglied, seit 2008 steht er dem Verein als Vorsitzender vor. Zum Bergsport ist Sterner, den er als ideale Symbiose von Sport und Natur bezeichnet, durch seinen Vater gekommen, der ihn für einen Anfänger-Kletterkurs in den Berchtesgadener Alpen angemeldet hatte. Als Schüler, Student und Berufstätiger habe ihm der Verein viel geboten, so der heutige Vorsitzende. In seinen Ehrenämtern sieht Sterner auch die Möglichkeit, seinerseits etwas zurückzugeben.

Sportkreisvorsitzender Roland Frischkorn sieht im Deutschen Alpenverein eine Institution im Geiste der Zeit: „Der DAV und seine Mitglieder vermitteln seit der Gründung des Vereins einen respektvollen Umgang mit der Natur. Das ist jetzt wertvoller denn je, wo in der Corona-Pandemie noch mehr Menschen Sport und Bewegung im Freien für sich entdecken.“

Sportkreis Frankfurt: Warum engagieren Sie sich im bzw. für Ihren Verein?

Daniel Sterner: Ich bin 1972 über meinen Vater zur Sektion Frankfurt a.M. des Deutschen Alpenvereins gekommen. Als begeisterter Bergwanderer wollte mein Vater sich und uns Kinder das Rüstzeug für mehr geben und meldete uns bei einem Anfänger-Kletterkurs auf der Blaueishütte in den Berchtesgadener Alpen an. Dieser Kurs hat mich begeistert und stellt für mich aus heutiger Sicht die Initialzündung in einen faszinierenden Sport dar, der ein breites Spektrum abdeckt. Klettern, Hochtouren, Skitouren, Bergwandern und noch vieles mehr bieten für jeden etwas. Als Extrem- oder Breitensportler kann jeder nach seiner Fasson glücklich werden und die ideale Symbiose von Sport und Natur erleben. Nicht umsonst heißt es „Über den Wolken ist die Freiheit grenzenlos“.

Als Schüler, Student und später im Beruf hat mir der Verein immer viel gegeben, so dass ich schon früh in der Gruppenleitung, dann lange Jahre als Ausbildungsreferent und schließlich als 3. Vorsitzender aktiv in Ehrenämtern gewesen bin und damit etwas zurückgeben konnte. Die gute Vernetzung innerhalb des Vereins führte schließlich dazu, dass ich 2008 als erster Vorsitzender gewählt wurde und diese Position bis heute innehabe.

Sportkreis: Hat sich die Vorstandsarbeit in den letzten Jahren verändert? Wenn ja, wie? Worauf kommt es besonders an?

Daniel Sterner: Ja, sie hat sich deutlich verändert. Die Ansprüche an die Vorstandsarbeit haben sich gerade in großen Vereinen deutlich erhöht. Der Generalist aus früheren Zeiten wird abgelöst durch ein Vorstandsteam, in dem jeder seine Aufgaben zu erfüllen hat. Die Anforderungen von außen durch den Gesetzgeber, beispielsweise in Bezug auf Steuern, Arbeitsrecht und -schutz sowie Datenschutz, und die sich verändernde Gesellschaft erfordern immer wieder neue Lösungen. Dazu kommt, dass alles viel öffentlicher, medialer geworden ist und das Internet mit Website und Social Media ganz neue Anforderungen stellt. Ohne hauptamtliche Mitarbeiter und die vielen ehrenamtlich Tätigen wäre dies nicht zu bewältigen.

Sportkreis: Wie wirkt sich die Corona-Epidemie auf Ihren Verein aus? Was beschäftigt Sie am meisten?

Daniel Sterner: Die Corona-Pandemie mit dem ersten Lockdown hat unseren Verein wie die gesamte Gesellschaft im März 2020 „kalt“ erwischt. Bis dato hatte man so etwas als Fiktion wahrgenommen, aber nicht als harte Realität. Das komplette Vereinsleben mit Vereinsheim, Kletterzentrum und den vier Hütten in Tirol wurden jäh abgestoppt und die bis dahin sehr positive Zukunftsentwicklung wurde abgelöst durch die Sorge um die weitere Zukunft, gerade in finanzieller Hinsicht.
Der Sportbetrieb und das Vereinsleben, als wichtiger Bestandteil im täglichen Leben, musste neu definiert werden. Mit Hygienekonzepten wurde versucht im Rahmen der sich immer wieder ändernden Verordnungen ein „Corona“-Vereinsleben aufrecht zu halten. Online-Angebote können aber kein Ersatz für das aktive, persönliche Vereinsleben sein.

Unser sehr erfolgreicher Leistungssportbereich konnte zum Glück mit Ausnahmeregelungen seinen Trainingsbetrieb wenigstens in Teilen weiterführen. Wir hoffen, dass wieder bald alle ihren Sport ausüben können und sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, gerade nach dem sehr langen letzten Lockdown, für den Verein, unsere Trainer und Hüttenwirte in normales Fahrwasser bewegen.

Sportkreis: Gibt es etwas im Verein, das Sie besonders stolz macht / etwas, das Sie hervorheben möchten?

Daniel Sterner: Da gibt es viele Bereiche auf die ich gerne und auch mit etwas Stolz blicken kann. Unser Verein hat in 2019 sein 150-jähriges Jubiläum - zum Glück vor Corona - ausgiebig vor Ort und im Kaunertal in Tirol feiern können. Leuchtturmprojekte waren dabei in den letzten Jahren die Eröffnung unseres Kletterzentrums im Mai 2013 und die Generalsanierung unserer Verpeilhütte in 2017/2018.
Leider konnten wir das 10-jährige Jubiläum unserer KLETThERAPIE – Klettern mit Handicap in 2020 nicht gebührend feiern. Wir hoffen dies im Herbst dieses Jahres nachzuholen und dann eben 11 Jahre KLETThERAPIE zu feiern.

Die sportlichen Erfolge unseres Wettkampfteams, gerade im Jugendbereich, welches zu den besten Mannschaften im DAV gehört. Der für uns startende Jan Hoyer hat sich für die Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert. Aber auch alle weiteren Aktivitäten unserer anderen Gruppen, wie der Jugend oder die Familiengruppen, die das ganze Spektrum unseres Vereines darstellen.

Gibt es ein Sportprojekt (außerhalb Ihres Vereins), das Sie besonders gut finden?

Daniel Sterner: Hier gibt es viele gute Projekte und Ansätze, die durch den Sportkreis Frankfurt oder die Sportjugend durchgeführt werden. Hier möchte ich nur die „Frankfurter Bolzplatzliga F43+“ erwähnen, die wir mit Preisen für die Sieger begleitet haben.

Sportkreis: Welche Rolle spielen Sportvereine Ihrer Ansicht nach für Frankfurt?

Daniel Sterner: Sportvereine spielen in Frankfurt eine sehr wichtige Rolle, da hier ein Plattform für Menschen jeglichen Couleurs angeboten wird. Gerade für junge Menschen ist der gemeinsame Umgang mit gleichaltrigen extrem wichtig, da nur so soziale Kompetenzen erlernt werden können. Die gemeinsame Sportausübung für Erwachsene, Kinder und Jugendliche ist eine wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe – auch zu Coronazeiten. Im Sportkreis Frankfurt haben die Vereine zum Glück einen starken und sehr engagierten Partner!

Mit seinem Projekt „KLETThERAPIE“ fördert der Alpenverein in Frankfurt bereits seit über 10 Jahren Klettern mit Handicap. Mit Jan Hoyer hat der Verein zudem einen Starter bei den Olympischen Spielen in seinen Reihen. Foto: DAV

Daniel Sterner vertritt die Sektion Frankfurt mit aktuell 11.300 Mitgliedern seit 2008 als Vorsitzender.

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